Always be Wonderfoil - Hydrofoile aus der Sicht eines Kitegirls

Das Hydrofoilboard die dritte

Wo und Wie du am besten, mit dem Kitefoilen startest

  • Das Hydrofoilboard die 3. - Wie und Wo du zum Kitefoilen anfängst

Du hast dich entschieden, dem Hydrofoilboard eine Chance zu geben und möchtest es nun lernen. Sehr gut :D. Aber wo und wie fängst du am besten an?

 

Nachdem ich dir in meinen Beiträgen zum Thema Hydrofoilboard jeweils 10 Gründe genannt habe, warum und wann du mit dem Hydrofoilen starten solltest, geht es jetzt über das Wo und Wie du am besten startest.

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

So kann es losgehen

Um deine ersten Erfahrungen mit einem Hydrofoil zu machen gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten.

  1. Du gehst zu einer Kiteschule, die auch Hydrofoilunterricht anbietet
  2. Du lässt es dir von einem erfahrenen Foiler zeigen
  3. Du lernst es einfach selbst (nicht zu empfehlen)

 

zu 1. Die Option Kiteschule

+ kompetente Schulung

+ Anfänger- und Aufsteigerhydrofoils

+ Bereits erste Boards testen

+ Tips helfen dir Fehler zu vermeiden

- zusätzliche Kosten

- wird noch nicht so oft Angeboten

 

Wie du eine gute Kiteschule findest erfährst du hier.  

 

zu 2. Die Option erfahrener Foiler

+ viel Erfahrung

+ meistens keine Kosten (höchstens Kasten Bier :P)

+ Tips helfen dir Fehler zu vermeiden

- meist kein Anfängerboard

- jemanden finden der sich wirklich Zeit nimmt 

- nicht jeder gibt gerne einem Foilanfänger sein Board

 

Manchmal ist es hier hilfreich schon ein Board zu haben, hier tut es am Anfang auch ein gebrauchtes. Hierzu aber später mehr.

 

Wenn du nicht wirklich jemanden findest, dann schnapp dir einfach die Hydrofoiler an deinem Spot und quetsche sie aus und lass dir Tips und Anfängerfehler geben. Schau dir zusätzlich Videos an und Frag nach eventueller Hilfestellung

 

zu.3 Die Option selber lernen

- gefährlich durch Unwissenheit 
- Hydrofoil ist kein Twintip

 

Die 3. Option: „Ich bringe es mir einfach selbst bei“, solltest du dir allerdings gut überlegen. Wenn du es dir nicht ausreden lässt, dann hol dir zumindest Tips von anderen Foilern oder Videos und Foile nicht einfach drauf los, sondern gehe mit Sinn und Verstand an die Sache ran.

 

Ich hatte das Glück, dass mein Freund, der Hannes vor mir mit dem Folien angefangen hat und ich so die 2. Option wählen konnte. Zusätzlich war er früher Kitelehrer und hat so viel Erfahrung mit dem unterrichten.

 

Allerdings ist es nicht immer so einfach, wenn es dir dein Freund beibringt, aber das kennen wir schon und ist eine andere Geschichte.

 

Wenn du deine ersten Meter gefahren bist, kannst du sicherlich ohne Lehrer weiter üben und immer neue fliegende Erfahrungen machen. Und Tips und Erfahrungen von anderen, sind immer hilfreich, egal auf welchem Niveau du bist. Viel Spaß dabei :)

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Das richtige Hydrofoil + Board

Hier gibt es kein richtig oder falsch, wie bei allen anderen Boards und Kites geht es darum, was du ausgeben möchtest, was dir vom Design gefällt und womit du am besten zurecht kommst.

 

Am Anfang heißt es immer, dass ein kurzer Mast(40 - 60cm) leichter ist. Dies ist richtig, weil du so noch nicht so weit aus dem Wasser raus kommst, das Gleichgewicht besser halten kannst und auch nicht so tief fällst. Diesen brauchst du aber höchstens einen Tag, je nach Geschick.

 

Beim Board solltest du zu Beginn, auf ein hohes Volumen achten und es sollte länger sein, auf diese Weise trägt es dich besser und hilft dir am Anfang.  

 

Zum Starten sollten die Flügel etwas größer sein, so geben sie dir besseren Halt und du hast schneller Lernerfolge. Auch die Manöver gelingen leichter. 

 

Wenn du eine Kiteschule besuchst ist dieses Material sicherlich vorhanden und du kannst dir eine Mastlänge je nach können aussuchen. Wenn du es so lernst, dann ist dieser Komfort nicht geboten, aber ich habe es z.B. mit einem 91cm Masten gelernt und es ging auch. :)

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Von Teuer bis sehr Teuer

Ja es stimmt Hydrofoilboards sind teuer, dies liegt auch da ran, dass du zwei Dinge kaufst und wie die Qualität und Leistung ist. So gibt es Einsteiger Boards ab 1500,- € und sehr gute Boards für 3000,- €, je nach Ausführung, Mastlänge, Flügel und Board.

 

Dies klingt am Anfang viel und zu Beginn musst du nicht das super Racefoil, mit den kleinsten Flügeln kaufen, aber du solltest hier nicht sparen, sonst nimmst du dir den Spaß am foilen

 

Wenn du nicht gleich in die vollen gehen möchtest, dann gibt es auch gebrauchte Boards unter 1000,- Euro. So kannst du erste Erfahrungen sammeln und dir dann ein besseres Hydrofoil kaufen. Allerdings empfehle ich dir ein hochwertiges Hydrofoil aus Carbon, es ist leichter und du wirst es an der Fahreigenschaft merken.

 

MEIN TIP

  • Carbon statt Aluminium
  • Wechselbare Flügel, je nach Könnerstufe

> du merkst den qualitativen Unterschied nicht nur im Preis

 

In folgendem Video erklärt dir Adrian Geislinger von Levitaz welches Hydrofoil + Board am besten zum Einstieg ist und wie es danach weiter geht. Vielen Dank Adrian.

 

 

Zu Beginn kannst du ruhig dein Hüfttrapez und deinen Tubekite verwenden, vorausgesetzt er ist für Leichtwind geeignet und lässt sich gut Relaunchen. Wenn du dann immer besser fahren kannst, wirst du selbst merken in welche Richtung es gehen soll. Racen, Tricksen, Cruisen oder einfach alles zusammen. 

 

Bei Leichtwind wirst du auch die Matte für dich entdecken, hab ich auch, ich liebe meinen 13er Sonic 2. Zusätzlich fahre ich auch wieder ein Sitztrapez, es ging quasi zurück zum Anfang, aber es ist besser für den Rücken. :P

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Der richtige Kitespot

Jeder hat seine Lieblingsspots, entweder mit Welle oder mit schönem Flachwasser. Beides ist zum anfangen nicht geeignet. Die Welle erklärt sich von selbst (Flügel und Welle = gefährlich) und Flachwasser bedeutet meistens, dass das Wasser nicht tief ist.

 

Jetzt heißt es den passenden Spot zum Hydrofoilen zu finden. Vielleicht liegt er auch direkt vor deiner Haustür.

 

Folgende Kriterien sollten erfüllt sein:

  • Tiefes Flach-/Kabbelwasser
  • keine Wellen
  • 10 bis 15 Knoten
  • konstanter, gleichmäßiger Wind

 

Meine Anfänger Foilspots Empfehlungen:

 

In meinem Kitespot Guide findest du vielleicht auch noch passende Spots für dich.

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So startest du richtig

Du hast den idealen Kitespot mit konstantem 10er Wind gefunden und nun geht es an deinen ersten Versuch mit dem Hydrofoilboard.

 

Bevor es losgeht

Das solltest du tragen

Ich empfehle dir einen Langen Neopren und Schuhe. So endet es nicht mit Schnittwunden, wenn du an das Foil kommst. Zusätzlich empfehle ich dir einen Helm und eine Prallschutzweste für den besseren Auftrieb.

 

Mit Schlaufen oder Ohne

Hier liegt die Vorliebe bei dir, aber ich empfehle am Anfang vorne zwei Schlaufen. Die hintere solltest du nur draufmachen, wenn du trotzdem direkt auf dem Masten, vor der Schlaufe, stehen kannst. Sie kann hilfreich zum drehen des Boards im Wasser sein. Ansonsten laß sie am Anfang weg, dass du einen besseren Stand hast.

 

Fussstand und Mastposition

Du solltest nicht zu eng auf dem Board stehen, am besten einen breiteren Stand wählen. Der hintere Fuss auf dem Masten und die vorderen Schlaufen entsprechend nach vorne. Auf diese Weise hast du einen besseren Hebel, kommst leichter aus dem Wasser und hast eine bessere Boardkontrolle.

 

Boardart

Zu Beginn sollte es ein Board mit viel Volumen sein, welches auch gut auf dem Wasser fährt. So funktioniert das an gleiten besser.

 

Die Flügel

Das gefährlichste am Foil sind die Flügel und der Mast. Hier solltest du immer schauen, dass du möglichst weit weg bleibst.

 

Großer Kite statt kleiner Kite

Da du am Anfang eher bei Leichtwind (10 bis 15 Knoten) fahren wirst, empfiehlt es sich, mit einem großen Kite zu starten

 

Es klingt erstmal komisch, aber es hat folgende Vorteile:

  • das starten geht leichter, weil ein größerer Kite mehr Lift hat.
  • sollte etwas sein, kannst du dich mit einem großen Kite leichter vom Board wegziehen lassen
  • ein großer Kite reagiert langsamer und so werden kleine Lenkfehler und Ungleichgewicht am Board, eher verziehen
  • du hast einen guten Lift nach oben, so kannst du das Gleichgewicht besser auf dem Board halten
  • du musst ihn nicht Sinussen 

 

ACHTUNG: Hier ist es aber wichtig, das du den großen Kite immer auf 12 Uhr stellst, weil mehr Zug brauchst du nicht, wenn du mal in Fahrt bist. 

Dieser Tip gilt nicht bei Starkwind!!!

 

Wenn du gut hin- und herfahren kannst und ein sicheres Gefühl hast, kannst du mit weniger Druck fahren, dann ist kleiner eher besser, weil du nur zum starten mehr Druck brauchst.

 

Erste Versuche im Wasser

Handhabung im Wasser erstmal ohne Kite

Wenn du das erste Mal mit dem Hydrofoil ins Wasser gehst, dann am besten erstmal ohne Kite. Schwimme mit dem Foilboard, drehe, wende und zieh es dir zum starten in die Richtige Position. So bekommst du das erste Gefühl dafür und immer schön die Füsse oben halten.

 

erster Versuch mit Kite und Foilboard

Bei den ersten Versuchen stellst du dich am besten erstmal nur auf das Board und bleibst unten am Wasser. Halte hierfür das Gewicht eher weiter vorne. Auf diese Weise bekommst du ein gutes Gefühl für das Board, wie es reagiert. Zu Beginn wirkt der Flügel eher wie ein Anker, doch dann nimmst du gut Fahrt auf und fährst sogar Höhe

 

Die Fahrt beginnt

in die Knie und Hinterfuß leicht belasten

Wenn das hin- und herfahren auf dem Wasser gut funktionert folgt der nächste Step, der erste Aufstieg. Hierfür gehst du am besten in die Knie und lehnst dich auf den hinteren Fuss. Das Board steigt aus dem Wasser, hier wird es wackelig werden.

 

Känguru fliegt übers Wasser

Weil du am Anfang zuviel Druck gibtst oder noch nicht das richtige Gefühl hast, wird die Nase immer mal runter brechen und das Board klatscht auf’s Wasser. Ich nenne es liebevoll Känguru. Hier heißt es dranbleiben. Nach ein paar Fahrten macht es plötzlich Klick und der Flügel hält dich und du kannst ihn kontrollieren. Ein HAMMER Gefühl!

 

Upwind, Downwind, Sicherheit im Flug

Je öfters du deine Bahnen ziehst, desto sicherer wirst du und kannst statt immer nur Upwind auch Downwind fahren. Jetzt kannst du dich an die ersten Wenden und Halsen wagen. Willkommen in der Gruppe der Hydrofoiler, you are Wonderfoil! 

 

Die Halse

Zu Beginn empfehle ich die Halse auf dem Wasser zu machen. So bekommst du eine Sicherheit für das Manöver. Mach am besten immer einen Downloop dazu, so bekommst du einen schönen Zug nach dem Umsteigen und kannst gleich wieder weiter fahren. Und der Kite zieht dich nicht nach oben weg.

 

Die Wende

Sie wirkt am Anfang etwas komisch, weil man sich um seine Achse dreht. Hierzu fährst du das Board in Richtung Wind, dort steigst du dann um. Gleichzeitig sollte der Kite auf 12 Uhr sein. So bekommst du einen Zug nach oben, der dich hält und dir beim umsteigen hilft. Und nicht das runter lenken vergessen und weiter gehts.

 

unendliche Tricks

Jetzt liegt es an dir ob du Racen, Cruisen oder Freestylen möchtest, es gibt keine Grenzen - Always be Wonderfoil!

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Jetzt bist du gefragt!

Hast du auch vor kurzem mit dem Hydrofoil gestartet? Hast du Anregungen, Ergänzungen, Erlebnisse oder Tips zum Thema? Ich freue mich auf deinen Kommentar.


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